Eine der jüngsten Abteilungen
beim Königswarthaer SV ist der Billardsport.
Der Abteilungsleiter dieser Sportart, Sportfreund
Matthias Berthold, stellte sich zum nachstehenden
Interview:
Wann hat sich diese Abteilung gegründet und
wie entstanden diese schönen Räume,
in denen ihr eure Wettkämpfe austragt?
Begonnen haben wir 1998. Dies geschah auf Anregung
unseres Bürgermeisters, Herrn Georg Paschke,
der uns auch die Räume zum Ausbauen zu Verfügung
stellte. Mit viel Einsatz aller Billardfreunde
gingen wir ans Werk und aus der ehemaligen Gutsküche
mit alten Gewölben ist ein echtes Schmuckstück
geworden. Wie es allgemein üblich mussten
wir beim Wettkampfbetrieb ganz unten beginnen.
Nun sind wir in der Kreisliga mit der ersten Mannschaft
angelangt.
Wie viele Sportfreunde hat die Abteilung?
Wir sind im Moment 24 Spieler, die sich auf drei
Mannschaften verteilen. Zu jeder Mannschaft gehören
6 Spieler, so haben wir auch einige in Reserve,
die wir auch brauchen, denn es ist mitunter schwer
eine Truppe voll zu bekommen.
Wie groß ist denn euer Einzugsgebiet?
Dies ist die Region um Königswartha. Im Landkreis
Bautzen gibt es nur 4 Mannschaften und daher starten
wir im NOL - Kreis und fahren zu unseren Spielen
bis nach Görlitz und Hagenwerda.
Was ist denn besonderes am Billard?
Dies ist die Ruhe und Konzentration, die man aufbringen
muss. Bei uns ist ein besonderer Teamgeist gefragt,
denn wir können innerhalb eines Wettkampfes
nicht auswechseln. So bildet sich ein bestimmter
Stamm und zwangsläufig entstehen dann auch
familiäre Kontakte und das finde ich besonders
schön.
Nun wird ja Billard fast immer in Gaststätten
gespielt, ist da die Annahme richtig, dass dabei
auch der Gerstensaft fließt?
Das ist natürlich nicht unbedingt so, aber
es stimmt. Es ist schon ein Anhängsel aus
alten Zeiten, denn man ging in die Kneipe um Billard
zu spielen. Wir absolvieren erst den Wettkampf
und trinken unser Bier danach, sonst wäre
es auch schwierig die Kugel zu treffen.
Welche Perspektiven hat der Billardsport in Königswartha?
Wir haben eine wirklich gute Unterstützung
durch den Verein, aber unser Sport ist schon aufwendig
und die erforderliche Ausrüstung ist nicht
billig. Aber da wir sie uns selber anschaffen,
ist die Pflege umso größer. Wir haben
im Nachwuchs einige Probleme, doch wo gibt es
die nicht. So hatte der NOL – Kreis beim
Schulamt beantragt in der Schule eine Billardstunde
pro Woche zu gewähren, dies wurde mit der
Begründung „Billard sei kein Sport“
abgelehnt. Dies will ich nicht weiter kommentieren.
Wir werden alles versuchen, um unseren Sport am
Leben zu erhalten und da gehört die Nachwuchswerbung
dazu.
Welche Zielstellung habt ihr für diese Saison?
Wir sind im Moment Dritter und wollen diese Klasse
halten. Dies klingt etwas komisch, doch wir werden
einige noch folgende Begegnungen nicht mit voller
Kapelle bestreiten können. Aber nächstes
Jahr haben wir uns den Aufstieg fest vorgenommen.
Dies ist nicht übertrieben, denn wir waren
im Jahr 2002 Kreispokalsieger im NOL- Kreis. An
dieser Stelle möchte ich auch einmal unseren
beiden Sponsoren, der Versorgungs GmbH und der
Wohnbau GmbH hier in Königswartha ein kräftiges
Dankeschön aussprechen.
Heinz Noack
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